Wie gewährleistet die FINMA eine proportionale Aufsicht?

Die Aufsicht der FINMA ist risikobasiert und proportional aufgestellt. Sie beaufsichtigt diejenigen Finanzanbieter am intensivsten, deren Grösse und Komplexität das grösste Risikopotenzial für den Finanzplatz und dessen Kundinnen und Kunden birgt.

Wie gewährleistet die FINMA eine proportionale Aufsicht?

 

In erster Linie sind die beaufsichtigten Institute selbst für gute Führung und adäquates Risikomanagement verantwortlich. Wer die Regeln einhält, bzw. ein gut aufgebautes und geführtes Risikoabwehrdispositiv hat, ist weniger im Fokus einer intensiven Aufsicht. 


Die FINMA beaufsichtigt diejenigen Finanzanbieter am intensivsten, deren Grösse und Komplexität das grösste Risikopotenzial für den Finanzplatz und dessen Kundinnen und Kunden birgt. Bei grossen Banken und Versicherungen nimmt sie verstärkt Kontrollen mit direkten Kontakten zum Verwaltungsrat, zur Geschäftsleitung und weiteren wichtigen Organisationseinheiten vor.


Bei den grossen Beaufsichtigten kontrolliert die FINMA die Anforderungen in Bezug auf Kapital, Liquidität, Risikomanagement, Compliance und Vorhandensein unabhängiger Kontrollinstanzen zumeist in Vor-Ort-Kontrollen. Ebenso prüft sie die weitergehenden Erwartungen an die Sicherstellung der operationellen Resilienz sowie die klimabezogenen Finanzrisiken und deren Einfluss auf Geschäftsstrategie, Geschäftsmodell und Finanzplanung. 


Die Aufsicht über kleinere Institute mit geringerem Risiko erfolgt hingegen überwiegend datenbasiert, mit einer weniger umfangreichen Berichterstattungspflicht und absolut wie auch relativ weniger Vor-Ort-Kontrollen. Nur bei Anzeichen von erhöhten Risiken wird die Aufsicht bei diesen Instituten intensiviert. 


Kleine, gut geführte und stabile Institute – beispielsweise die 56 Institute, die am Kleinbankenregime teilnehmen – profitieren zudem von regulatorischen Entlastungen und im Vergleich zu grossen Instituten weniger direkten Kontrollen.

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