Die FINMA bearbeitet jedes Jahr eine Vielzahl von Bewilligungen auf Neuunterstellungen oder Änderungen. Aufgrund von Effizienzsteigerungen, getrieben insbesondere durch die zunehmende Digitalisierung ihrer Prozesse, ist es der FINMA dabei in praktisch allen Bereichen gelungen, die Zeit, welche die Bearbeitung solcher Bewilligungen benötigt, trotz teilweise stark angestiegenen Mengengerüsten und Komplexität zu verringern.
Ein aktuelles Beispiel hierfür ist der Fintech Bereich, in dem sich die durchschnittliche interne Bearbeitungszeit von Unterstellungsanfragen seit 2023 halbiert hat.

Quelle: Eigene Berechnungen
Die FINMA bietet seit rund zehn Jahren für traditionelle Schweizer Anlagefonds ein «Fast-Track-Verfahren zur schnelleren Markteinführung an. Die durchschnittliche interne Bearbeitungsdauer von Schweizer Fondsgenehmigungen beträgt, einschliesslich dieses Fast-Track-Verfahren, 10 Tage im Jahr 2025 (61 Anträge) bzw. 12 Tage im Jahr 2024 (73 Anträge).
Die durchschnittliche Gesamtdauer für die Genehmigung von Schweizer Fonds (inkl. externe Bearbeitungsdauer durch den Gesuchsteller) beträgt ca. 25 Tage. Im internationalen Vergleich ist diese Bearbeitungs- bzw. Genehmigungsdauer besonders kurz, da die Genehmigung eines Anlagefonds an anderen wichtigen Finanzplätzen im Schnitt teilweise über 80 Tage dauert.
Aber auch in anderen Bereichen sind Fortschritte zu verzeichnen. Im Folgenden ein paar Beispiele.
Die nachfolgende Grafik zeigt die starke Zunahme der Zulassungsgesuche von Vericherungsvermittlern ab 2024. Gleichzeitig konnten nach einer anfänglichen Zunahme der maximalen Behandlungstagen die Behandlungsdauer in allen Bereichen markant gesenkt werden, auch dank dem Einsatz von digitalen Lösungen.

Quelle: Eigene Berechnungen
Die folgende Grafik zeigt die Dauer der Bewilligungsänderungen bei Vermögensverwaltern (UVV) und Trustees in Tagen in den Jahren 2021 bis 2025. Die Änderungsgesuche haben mit zunehmender Anzahl bewilligter Institute stark zugenommen. Nichtsdestotrotz sinkt die interne Bearbeitungsdauer der FINMA (Mediandauer interne Pendenz).

Quelle: Eigene Berechnungen
In einem bedeutenden Schritt der datenbasierten Aufsicht erhob die FINMA 2025 erstmals branchenübergreifend Daten zu den Tätigkeiten aller bewilligten Finanzdienstleister in der Schweiz. Ziel war es, eine einheitliche und vollständige Marktübersicht über die Schweizer Asset-Management-Branche zu erhalten und die potenziellen Risiken besser erkennen und adressieren zu können. Per Stichdatum 31. Dezember 2024 ergab die Erhebung betreute Vermögenswerte von insgesamt 8772 Milliarden Franken. Der grösste Anteil des erfassten Vermögens wird von Banken und Wertpapierhäusern betreut, gefolgt von Fondsleitungen und Verwaltern von Kollektivvermögen. Vermögensverwalter und Versicherungen spielen im Gesamtmarkt eine deutlich kleinere Rolle.
Seit der Umsetzung von «Basel III Final» per 1. Januar 2025 führt die FINMA die Eigenmitterhebungen bei den Banken direkt durch. Vorher erfolgte die Datenerhebung über die SNB, welche die Daten an die FINMA weiterleitete. 2026 übernimmt die FINMA zudem auch die Erhebungsdurchführung zur Risikoverteilung der Banken. Die FINMA legt grossen Wert auf eine hohe Qualität der eingereichten Daten. Alle Meldungen durchlaufen automatisierte Validierungen und Konsistenzprüfungen, ergänzt durch Expertenbasierte Kontrollen. Auffälligkeiten werden systematisch überprüft und weiterverfolgt, um eine verlässliche Datengrundlage für die Aufsicht sicherzustellen.
Um die vielen Verdachtsmeldungen und Daten von mehr als 120 Millionen Transaktionsmeldungen effektiv auszuwerten, setzt die FINMA auf intelligente Prozesse und moderne Technologie. So können potenziell kursrelevante Ereignisse systematisch sowie automatisiert erfasst und anschliessend mit eingehenden Verdachtsmeldungen abgeglichen werden. Zudem unterstützt der Einsatz von künstlicher Intelligenz bei Insiderverdachtsfällen den Entscheid, ob die erforderliche Kursrelevanz gegeben ist, und erleichtert so die effiziente Triage dieser Fälle. Ferner entwickelte die FINMA mittels agiler Methoden neue Werkzeuge zur Beurteilung und Analyse möglicher raffinierter Marktmanipulationen. Die Werkzeuge erlauben es, Orderbuch- und Abschlussdaten gesamtheitlich auf Tagesbasis oder bei Bedarf bis auf die Mikrosekundenebene grafisch darzustellen und gerichtstauglich aufzubereiten.