Die Risikokategorien bei Versicherungen

Um eine differenzierte Aufsicht zu gewährleisten und die vorhandenen Ressourcen effizient zu nutzen, teilt die FINMA die beaufsichtigten Unternehmen in fünf Risikokategorien ein.

Die Zuordnung der beaufsichtigten Institute in die Aufsichtskategorien richtet sich nach dem Risikopotential für Gläubiger, Anleger, Versicherte und das Gesamtsystem sowie der Reputation des Finanzplatzes Schweiz. Die Abstufung reicht von Kategorie 1 für äusserst grosse, bedeutende und komplexe Unternehmen mit sehr hohen Risiken bis zur Kategorie 5 für Institute mit niedrigem Risiko.

FINMA-Mitteilung 19 Neuausrichtung der Aufsichtskonzepte

Zuletzt geändert: 14.01.2011 Grösse: 0,06  MB
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Zuteilung in die Kategorien

Die Zuteilung der FINMA erfolgt hauptsächlich über den Sollbetrag des gebundenen Vermögens bzw. im Fall der Rückversicherer über die Bilanzsumme. Die Versicherungsunternehmen sind zur Zeit den Risikokategorien 2 bis 5 zugeteilt.

Aufsichtskategorisierung Versicherungen

Unterschiedliche Beaufsichtigung

Welche Aufsichtsinstrumente in welcher Intensität angewendet werden, hängt vom Risikopotential der Unternehmen ab: je höher das Risiko, desto intensiver die Aufsicht. Massgebend sind die Risikokategorie und ein FINMA-internes Rating. Ergeben bestimmte Rating-Parameter innerhalb einer Kategorie für eine Unternehmung negative Werte, wird der entsprechende Aufsichtsprozess für diese Unternehmung im betroffenen Prüfbereich intensiviert. Mit diesem prinzipien- und risikobasierten Vorgehen gewährleistet die FINMA eine differenzierte Aufsicht und einen effizienten Einsatz der Ressourcen, die ihr zur Verfügung stehen.