Aufarbeitung globaler Geldwäschereiskandale

Die FINMA schloss im Jahr 2018 die Abklärungen und Verfahren gegen Institute, die in die jüngeren globalen Korruptions- und Geldwäschereiskandale (malaysischer Staatsfonds 1MDB, FIFA, Petrobras) verwickelt waren, ab.

Die FINMA ersuchte in diesen Fällen insgesamt 46 Schweizer Banken um weiterführende Auskünfte und ging den Vorwürfen teilweise mittels Einsatz von Prüf-und Untersuchungsbeauftragten nach. Schliesslich wurden 16 Enforcementverfahren gegen Institute geführt und 9 Verfahren gegen natürliche Personen eröffnet, die zum Teil noch andauern. Die FINMA legte ihren Fokus im Rahmen der Abklärungen und Verfahren auf die Prüfung der Einhaltung der allgemeinen GwG-Sorgfaltspflichten sowie auf die Prüfung der Einhaltung der geldwäschereirechtlichen Meldepflicht. Wurden Verletzungen dieser Meldepflicht festgestellt, machte die FINMA konsequent Anzeige an das EFD, das für die verwaltungsstrafrechtliche Verfolgung zuständig ist. Des Weiteren prüfte sie in Bezug auf ausgewählte Institute im Rahmen ihrer Verfahren und Abklärungen, ob diese ihrer Pflicht zur globalen Überwachung der Rechts- und Reputationsrisiken im Geldwäschereibereich korrekt nachgekommen sind. Sämtliche Banken trafen im Laufe der vergangenen drei bis vier Jahre entsprechende Massnahmen zur Verbesserung, die sich zum Teil noch in der Entwicklung befinden. Die FINMA konnte bei Abklärungen und Verfahren von der gut funktionierenden Zusammenarbeit mit ausländischen Aufsichtsbehörden sowie mit der schweizerischen Bundesanwaltschaft profitieren.

 

 

(Aus dem Jahresbereicht 2018)