Die Finanzierung der FINMA

Die FINMA investiert rund zwei Drittel ihrer Mittel in ihre Kernaufgaben Bewilligung, Überwachung, Durchsetzung und Regulierung. Die Beaufsichtigten tragen sämtliche Kosten der FINMA über Gebühren und Aufsichtsabgaben.
Die FINMA organisiert sich nach den Grundsätzen wirtschaftlicher Betriebsführung und führt eine eigene Rechnung. Ziel ist es, die Mittel sorgfältig einzusetzen, Kosten und Nutzen in einem angemessenen Verhältnis zu halten sowie mit den finanziellen Ressourcen die grösstmögliche Wirkung zu erzielen.

Verursachergerechte Gebühren- und Abgabenerhebung

Die Kosten der FINMA werden mit Gebühren und Abgaben der Beaufsichtigten gedeckt. Damit kann die FINMA bei ausgewiesenem Bedarf ihr Kostenniveau anpassen.

Die Beaufsichtigten haben Gebühren- und Aufsichtsabgaben zu entrichten. Die Gebühren werden verursachergerecht bei jedem Beaufsichtigten einzeln erhoben. Sie stützen sich vor allem auf Verfügungen und Aufsichtsverfahren und decken die Kosten für die Aufwände der FINMA. Rund ein Fünftel des Bruttoertrages der FINMA (133 Millionen Schweizer Franken) wurde im Jahr 2017 mit Gebührenerträgen gedeckt.

Demgegenüber werden die Aufsichtsabgaben den Beaufsichtigten nicht individuell, sondern als Gruppe zugerechnet. Der jeweils verursachte Aufsichtsaufwand wird möglichst verursachergerecht und angemessen auf die verschiedenen Aufsichtsbereiche aufgeteilt. Mit den Aufsichtsabgaben deckt die FINMA rund achtzig Prozent des Betriebsaufwands, inklusive der gesetzlichen Zuweisung an die Reserven.

Der Gebührenanteil der FINMA konnte in den vergangenen Jahren stabil gehalten werden.


Kriterien für die Höhe der Aufsichtsabgabe

Art. 15 FINMAG definiert die Kriterien für die Erhebung der Aufsichtsabgabe. So sind bei Banken und Effektenhändlern Bilanzsumme und Effektenumsatz massgebend, bei Versicherungen ihr Anteil an den gesamten Prämieneinnahmen aller Versicherungsunternehmen oder für Beaufsichtigte nach Kollektivanlagengesetz die Höhe des verwalteten Vermögens, der Bruttoertrag und die Betriebsgrösse. Die Gebührenverordnung der FINMA regelt die Kriterien für die Erhebung der Aufsichtsaufgabe.

Grosser Teil der internen Ressourcen für «Überwachung»


Sechzig Prozent der internen Ressourcen fliessen in die Kernprozesse der FINMA «Bewilligung», «Überwachung», «Durchsetzung» und «Regulierung». Für Support- und Managementprozesse werden 40 Prozent beansprucht.

Zwei Drittel der Ressourcenaufwände in den Kernprozessen fliessen in die Überwachung.




Der überwiegende Anteil (achtzig Prozent) des Betriebsaufwands fällt für Personalaufwendungen an, neun Prozent verursachen die Informatikkosten und elf Prozent der übrige Betriebsaufwand inklusive den Abschreibungen auf dem Anlagevermögen. Gegenüber dem Vorjahr bleibt der Betriebsaufwand 2017 stabil.