Prüfwesen bei Banken und Effektenhändlern

Die Prüfgesellschaften übernehmen bei der laufenden aufsichtsrechtlichen Prüfung von Banken und Effektenhändlern eine sehr wichtige Rolle. Sie kontrollieren die vollständige Einhaltung der quantitativen und qualitativen regulatorischen Grundanforderungen. Zusätzlich haben sie sämtliche signifikanten Risiken zu berücksichtigen, denen die Beaufsichtigten einzeln ausgesetzt sind.

Innerhalb von vier Monaten nach dem Jahresabschluss nehmen die Prüfgesellschaften eine ausführliche Einschätzung der Risikolage der Beaufsichtigten vor und reichen diese der FINMA auf einem Standardformular ein. Die Risikoanalyse deckt sämtliche Prüffelder ab und hat zum Ziel, aus einer Kombination der verschiedenen Risikofaktoren das Nettorisiko zu bestimmen.

Prüfstrategie abgestimmt auf Risikoanalyse

Ergibt die Risikoanalyse, dass bestimmte Prüffelder ein tiefes bis mittleres Nettorisiko aufweisen, so kommt ohne Einschränkungen die Standardprüfstrategie zur Anwendung. In den Prüffeldern mit einem hohen oder sehr hohen Nettorisiko muss die Prüfstrategie angepasst werden. Dann kann, wie im Rundschreiben 2013/3 «Prüfwesen» beschrieben, die Prüfperiodizität erhöht und/oder die Prüftiefe erhöht werden. Auch die Prüfgesellschaft selbst kann eine Anpassung der Prüfstrategie vorschlagen, wenn gewichtige Gründe vorliegen.

Im Anschluss an die Risikoanalyse hat die FINMA ihrerseits zwei Monate Zeit, um die erhaltenen Unterlagen zu analysieren und aus ihrer Sicht Anpassungen der Prüfstrategie zu verlangen. Danach ist es an der Prüfgesellschaft, die Prüfstrategie in den verbleibenden sechs Monaten umzusetzen.

Berichterstattung

In einem detaillierten und standardisierten Bericht zur aufsichtsrechtlichen Prüfung für Banken teilen die Prüfgesellschaften die Ergebnisse ihrer Prüfungen der FINMA mit. Der Bericht enthält einerseits allgemeine Angaben zum Ablauf der Prüfung, eine Unabhängigkeitserklärung der Prüfgesellschaft sowie weitere Informationen zur Entwicklung der Geschäftstätigkeit und Organisation des betroffenen Instituts. Andererseits finden sich im Bericht Stellungnahmen der Prüfgesellschaft zu jedem einzelnen Prüffeld. Komplettiert wird der Bericht durch ausführliche Kommentare zu allen festgestellten Unregelmässigkeiten oder zu den gegebenen Verbesserungsempfehlungen.

Prüfbeauftragter

Unter besonderen Umständen kann die FINMA einen Prüfbeauftragten einsetzen. Als Prüfbeauftragte kommen andere zugelassene Prüfgesellschaften oder unabhängige Dritte in Frage, die über die nötige Erfahrung und Spezialwissen verfügen.

Dokumente

2013/03 FINMA-Rundschreiben "Prüfwesen" (06.12.2012)

Prüfwesen

Zuletzt geändert: 18.11.2016 Grösse: 0,4  MB
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Anhänge zum Rundschreiben Prüfwesen

Anhang 1: Darstellung der Prüfstrategie Banken Kat. 1

Zuletzt geändert: 27.10.2016 Grösse: 0,04  MB
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Anhang 13: Risikoanalyse Banken

Zuletzt geändert: 27.10.2016 Grösse: 0,04  MB
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Wegleitung zum Rundschreiben Prüfwesen

Wegleitung Banken

Zuletzt geändert: 31.01.2017 Grösse: 0,38  MB
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Beilage 1 der Wegleitung Banken für Banken der Kategorie 1

Zuletzt geändert: 31.07.2017 Grösse: 0,08  MB
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Prüfpunkte

Prüfpunkte zur Informatik

Zuletzt geändert: 28.06.2017 Grösse: 0,1  MB
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Prüfpunkte zur Vertraulichkeit von Kundendaten

Zuletzt geändert: 28.06.2017 Grösse: 0,1  MB
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Bericht zur aufsichtsrechtlichen Prüfung 2017

Bericht zur aufsichtsrechtlichen Prüfung für Banken

Anwendbar für die Berichterstattung bis 31.12.2017

Zuletzt geändert: 26.10.2016 Grösse: 0,33  MB
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Bericht zur aufsichtsrechtlichen Prüfung für Banken

Anwendbar für die Berichterstattung ab 1.1.2018

Zuletzt geändert: 28.06.2017 Grösse: 0,2  MB
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Meldung der zehn grössten Schuldner der Banken: Siehe Anhang 3 des FINMA-RS 08/14 Aufsichtsreporting Banken.


Einreichung Bericht zur aufsichtsrechtlichen Prüfung

Bewilligungsprüfung

Wechsel der Prüfgesellschaft