Der Finanzstabilitätsrat

Der Finanzstabilitätsrat koordiniert die Weiterentwicklung und Förderung stabilitätswirksamer Massnahmen zwischen den sektorenspezifischen Standardsetzungsgremien und unterstützt die nationalen Behörden bei der Umsetzung wirksamer Regulierungs- und Aufsichtsmassnahmen. Er stellt zudem das Verbindungsglied zwischen den sektorenspezifischen Standardsetzungsgremien und der G-20 dar.

Der Finanzstabilitätsrat (Financial Stability Board [FSB]) vereinigt in sich die für die Finanzstabilität verantwortlichen Behörden und Zentralbanken der wichtigsten Finanzplätze sowie relevante internationale Organisationen und sektorenspezifische Standardsetzungsgremien.

 

Das Mandat des Finanzstabilitätsrats umfasst:

  • Beurteilung und Adressierung von Schwachstellen des Finanzsystems
  • Förderung von Zusammenarbeit und Informationsaustausch
  • Überwachung von Marktentwicklungen und deren Implikationen auf die Regulierung
  • Empfehlen und Überwachen von Best Practices für die Regulierung
  • Strategische Review und Koordination der sektorenspezifischen Standardsetzungsgremien
  • Guidelines für und Förderung von Supervisory Colleges
  • Notfallplanung für grenzüberschreitendes Krisenmanagement
  • Frühwarnsystem in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF)

Die Mitglieder des Finanzstabilitätsrats verpflichten sich, dauerhafte Finanzstabilität anzustreben, die Offenheit und Transparenz des Finanzsektors zu wahren, internationale Regulierungsstandards umzusetzen und an periodischen Peer Reviews teilzunehmen.

Die Schweiz ist Mitglied des Finanzstabilitätsrats. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) und das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) übernehmen die Vertretung in den Hauptgremien des Finanzstabilitätsrats. Die FINMA arbeitet in FSB-Angelegenheiten eng mit der SNB und dem SIF zusammen und vertritt die Schweiz im Standing Committee on Regulatory and Supervisory Cooperation. Die FINMA ist zudem in verschiedenen FSB-Arbeitsgruppen vertreten.