Aufsichtsansatz im KAG-Bereich

Bewilligungsträger nach KAG unterliegen der risikobasierten Aufsicht der FINMA, die sechs Aufsichtskategorien unterscheidet. Neben der Kategorisierung beeinflusst ein periodisches Rating die Aufsichtsintensität und den Einsatz der Aufsichtsinstrumente.
Die FINMA betreibt im Bereich des Asset Management eine risikobasierte Aufsicht, die sechs Aufsichtskategorien unterscheidet.

Bewilligungsträger werden nach ihrer Risikowirkung für Gläubiger respektive Anleger sowie für das Gesamtsystem und die Reputation des schweizerischen Finanzplatzes einer bestimmten Kategorie zugeordnet und entsprechend beaufsichtigt. Die Kategorie 1 umfasst äusserst grosse, bedeutende und komplexe Bewilligungsträger mit auch globaler Relevanz und sehr hohen Risiken. Das Risikopotenzial der Institute in den weiteren Kategorien nimmt stufenweise bis zur Kategorie 5 ab. Die Marktteilnehmer in der Kategorie 6 werden nicht prudenziell beaufsichtigt.

Bewilligungsträger nach KAG: Aufsichtskategorien 4 und 5

Die Bewilligungsträger nach KAG sind in die Aufsichtskategorien 4 und 5 eingeteilt. In die Aufsichtskategorie 4 fallen dabei Fondsleitungen und Vermögensverwalter nach KAG, sofern diese Vermögenswerte ab CHF 30 Mrd. verwalten und/oder administrieren. Neben der Einteilung in Aufsichtskategorien erfolgt für jeden Bewilligungsträger ein periodisches Rating, das die Einschätzung der FINMA zu seiner aktuellen Situation, insbesondere in Bezug auf die finanzielle Lage, der Organisation, der verwalteten und/oder administrierten Produkte sowie der Einhaltung von Verhaltensregeln beinhaltet.


Aufgrund der beiden Grössen – Kategorisierung und Rating – definiert die FINMA in den Aufsichtskonzepten die Aufsichtsintensität und legt den Einsatz der Aufsichtsinstrumente fest. Für die Aufsicht stehen der FINMA grundsätzlich drei verschiedene Instrumenten zur Verfügung: die indirekte Aufsicht, die direkte Aufsicht und die datenbasierte Aufsicht.