Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA veröffentlicht ihre Aufsichtsmitteilung zu Quantum Computing. Darin publiziert sie die Ergebnisse einer Umfrage zu Chancen und Risiken von Quantencomputern und geht auf mögliche Massnahmen zur Mitigierung des Cyberrisikos durch leistungsfähige Quantencomputer ein.
Die FINMA hat von November 2025 bis Januar 2026 bei 60 Schweizer Finanzinstituten eine Umfrage zu den Chancen und Risiken von Quantum Computing durchgeführt. Die Institute sind sich der Cyberrisiken von kryptografisch relevanten Quantum Computern bewusst. Meist fehlt aber eine klare Roadmap und eine ausreichend vorausschauende Planung für die Migration zu quantensicherer Verschlüsselung.
Um die Vorgaben zu operationellen Risiken und Resilienz weiterhin zu erfüllen, sieht die FINMA Handlungsbedarf im Risikomanagement zahlreicher Institute.
Die FINMA beschreibt in ihrer Aufsichtsmitteilung mögliche Massnahmen, wie dem Cyberrisiko von kryptografisch relevanten Quantum Computern begegnet werden kann. Dazu gehört eine klare Strategie und Roadmap für die Migration zu quantensicheren Verschlüsselungen, eine institutsspezifische Risikoanalyse, die Erstellung eines kryptographischen Inventars, der Schutz kritischer Daten vor "harvest now, decrypt later" Angriffen, der Einbezug externer Dienstleister und die Umstellung auf Kryptoagilität.
Dies soll die Reputation und Resilienz des Finanzplatzes stärken und die Institute unterstützen, ihre Geschäftsprozesse auch beim Aufkommen leistungsfähiger Quantencomputer verlässlich zu schützen.