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2022

FINMA-Jahresmedienkonferenz 2022: Stabilität der Finanzinstitute ist zentral

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA hat heute anlässlich ihrer Jahresmedienkonferenz ihren Geschäftsbericht 2021 veröffentlicht. FINMA-Präsidentin Marlene Amstad beurteilte in ihrem Referat die Stabilität der Schweizer Finanzinstitute grundsätzlich als gut und als zentrale Voraussetzung, um sich Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu widmen. FINMA-Direktor Urban Angehrn beleuchtete in seinen Ausführungen die Aktivitäten der FINMA im Kontext des Ukraine-Kriegs. Er sprach zudem die weiterhin erheblichen Risiken im Schweizer Immobilien- und Hypothekarmarkt an.

Anlässlich ihrer Jahresmedienkonferenz hat die FINMA heute ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2021 veröffentlicht. Dieser umfasst neben dem rückblickenden Jahresbericht auch die Jahresrechnung. Weiter stellt die FINMA Angaben zu den Enforcementfällen in einer Datenbank sowie Statistiken auf ihrer Webseite zur Verfügung.

Stabilität als Fundament für Innovation und Nachhaltigkeit

An der Jahresmedienkonferenz der FINMA hielt die Verwaltungsratspräsidentin Marlene Amstad fest, dass die Stabilität der einzelnen Institute zentral sei für den Schutz der Kundinnen und Kunden wie auch für das Finanzsystem insgesamt. "Wir dürfen aufgrund der Erfahrungen aus den jüngsten Krisen und Unfällen feststellen, dass es um die Stabilität der Institute am Schweizer Finanzplatz gut bestellt ist. Die notwendigen Puffer, für die sich die FINMA seit der globalen Finanzkrise von 2008 konsequent einsetzt, sind vorhanden", so Amstad. Sie forderte aber nachdrücklich, dass die letzten Etappen der dafür vorgesehenen Regulierung (Basel III) nun zügig abgeschlossen werden. Das Fazit der FINMA-Präsidentin: "Aufgrund der guten Stabilität sehe ich die Schweiz gut positioniert, um die Chancen zu nutzen, welche die Digitalisierung und das spürbare allgemeine Bestreben zu mehr Nachhaltigkeit bieten."

Nachfrage nach Hypothekarkrediten nicht befeuern

FINMA-Direktor Urban Angehrn führte aus, wie sich die Aufsichtsbehörde mit den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die Schweizer Finanzinstitute beschäftigt. Er stellte fest, "dass dieser Konflikt für die Schweizer Finanzbranche vielfältige und für einzelne Institute punktuell akzentuierte Risiken mit sich bringt." Die FINMA habe diese im Auge. Der FINMA-Direktor schätzte die Lage aktuell so ein, dass die Auswirkungen des Konflikts keine flächendeckende Gefahr für die Stabilität am Schweizer Finanzmarkt darstelle.


Im zweiten Fokusthema seines Referats beschrieb Angehrn die Gefahren, die vom Schweizer Hypothekenmarkt für die Finanzinstitute ausgehen. Urban Angehrn warnte eindringlich davor, hier weitere Risiken einzugehen. "Eine Korrektur der Immobilienmärkte stellt für unsere Volkswirtschaft, und insbesondere für stark exponierte Institute, ein Klumpenrisiko dar." Und fügte an: "Als Aufsichtsbehörde über den Finanzplatz stehen wir Lockerungen bei den Anforderungen im Hypothekarbereich sehr skeptisch gegenüber. Solche Lockerungen würden die heute schon signifikanten Risiken im Markt weiter erhöhen."

Enforcement: Geldwäscherei und Corporate Governance im Fokus

Die FINMA führte im Jahr 2021 650 Abklärungen (2020: 628) und 34 Enforcementverfahren (2020: 33) zur Durchsetzung des Finanzmarktrechts (siehe Enforcementstatistik). Die FINMA befasste sich unter anderem mit komplexen Fällen im Bereich der Geldwäschereibekämpfung sowie mit Mängeln in der Corporate Governance und im Risikomanagement bei Beaufsichtigten (siehe Kasuistik).

Jahresrechnung: stabile Kosten

Die Jahresrechnung der FINMA wies im Vergleich zum Vorjahr einen konstanten Betriebsaufwand von 126 Millionen Franken aus (Vorjahr 126). Waren die Kosten der FINMA aufgrund der Umsetzung des Finanzinfrastrukturgesetzes und des Finanzdienstleistungsgesetzes im Jahr 2020 (+3,4 Millionen Franken) noch leicht gestiegen, so konnten weitere Mehraufwände aus diesen zusätzlichen Arbeiten 2021 mit tieferen Betriebskosten kompensiert werden. Der Gesamtaufwand wird vollumfänglich mit Gebühren und Aufsichtsabgaben gedeckt. Die Zahl der Vollzeitstellen der Behörde betrug 2021 durchschnittlich 519 und hat sich gegenüber dem Vorjahr (501) aufgrund der erwähnten zusätzlichen Aufgaben leicht erhöht.

Kontakt

Tobias Lux, Mediensprecher
Tel. +41 (0)31 327 91 71
tobias.lux@finma.ch

Vinzenz Mathys, Mediensprecher
Tel. +41 (0)31 327 19 77
vinzenz.mathys@finma.ch

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