News

Medienmitteilung
2026

FINMA publiziert Aufsichtsmitteilung zum Umgang mit digitalen Betrugsrisiken

Eine Umfrage der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA bei Banken zeigt, dass beim Umgang mit digitalen Betrugsrisiken insbesondere im operationellen Risikomanagement sowie in der Geldwäschereiprävention Handlungsbedarf besteht. Ihre Erkenntnisse publiziert die FINMA heute in einer neuen Aufsichtsmitteilung.

In den vergangenen Jahren – besonders während der Covid Krise – haben digitale Bankangebote stark zugenommen. Seit 2022 stellt die FINMA fest, dass vor allem bei Banken immer mehr digitale Betrugsfälle auftreten. Der digitale Betrug betrifft Banken aus zwei Blickwinkeln: Einerseits werden Bankkundinnen und Bankkunden Opfer von digitalem Betrug. Andererseits werden Bankkonten auch missbraucht, um Betrugserlöse abzuwickeln.

Umfrageergebnisse der FINMA bestätigen Handlungsbedarf

Um den Betrugsfällen auf den Grund zu gehen, hat die FINMA Ende 2025 bei 19 Banken verschiedener Aufsichtskategorien eine Umfrage zum Umgang mit digitalen Betrugsrisiken durchgeführt. Die Erkenntnisse aus dieser Umfrage fasst sie in der neuen Aufsichtsmitteilung zusammen. Sie zeigen auf, dass insbesondere im operationellen Risikomanagement sowie in der Geldwäschereiprävention Handlungsbedarf besteht. 

Angemessenes Risikomanagement für digitale Betrugsprävention

Die Aufsichtsmitteilung der FINMA macht deutlich, wie wichtig es ist, dass Banken und Personen nach Art. 1b BankG ein geeignetes Risikomanagement einrichten, um digitale Betrugsrisiken zu erkennen, zu begrenzen und zu kontrollieren. Dieses Risikomanagement soll die gesamte Geschäftstätigkeit abdecken und so organisiert sein, dass alle wichtigen Risiken erkannt, bewertet, gesteuert und überwacht werden können. Dazu gehören insbesondere digitale Betrugsrisiken bei der digitalen Eröffnung von Kundenbeziehungen und bei unautorisierten Zugriffen auf Konten. 


Mit der neuen Aufsichtsmitteilung sensibilisiert die FINMA Banken und Personen nach Art. 1b BankG für digitale Betrugsrisiken und unterstützt sie darin, die aufsichtsrechtlichen Anforderungen wirksam umzusetzen und ein gutes Schutzsystem gegen Betrug beim Einsatz neuer digitaler Technologien aufzubauen.

Kontakt

Serkan Isik, Mediensprecher
Tel. +41 (0)31 327 95 59
serkan.isik@finma.ch

Medienmitteilung

FINMA publiziert Aufsichtsmitteilung zum Umgang mit digitalen Betrugsrisiken

Zuletzt geändert: 09.04.2026 Grösse: 0.11  MB
Zur Merkliste hinzufügen
FINMA-Aufsichtsmitteilung 02/2026

Digitale Betrugsrisiken bei Banken und Personen nach Art. 1b BankG

Zuletzt geändert: 09.04.2026 Grösse: 0.31  MB
Zur Merkliste hinzufügen
Backgroundimage