Eine griffige Überwachung für ein stabiles Finanzsystem

Die Überwachungstätigkeit der FINMA hat primär zum Ziel, dafür zu sorgen, dass die Beaufsichtigten finanziell stabil sind und dies auch bleiben. Damit werden die Gläubiger, Anleger und Versicherten sowie das Finanzsystem als Ganzes geschützt. Dafür hat die FINMA ein risikobasiertes Aufsichtskonzept entwickelt. Daneben ist in der Aufsicht auch die Thematik des Geschäftsverhaltens der Beaufsichtigten von zunehmender Bedeutung.

Die FINMA setzt sich mit ihrer Aufsichtstätigkeit für den Schutz der Gläubiger, Anleger und Versicherten sowie für den Schutz der Funktionsfähigkeit der Finanzmärkte ein. Mit ihrer Überwachungstätigkeit setzt sich die FINMA zudem dafür ein, dass Risiken erkannt werden, die einzelne Institute oder das gesamte Finanzsystem gefährden könnten.

Ziele der prudenziellen Aufsicht

Eine vorausschauende Aufsicht hat drei primäre Ziele:

  • Alle Beaufsichtigten sollen finanziell stabil sein und im Falle von Krisen genügend Eigenmittel haben, um Verluste tragen zu können.

  • Die wesentlichen Risiken sollten im Markt bekannt sein, sodass diese nach Möglichkeit vermieden werden können.

  • Beaufsichtigte, die trotzdem insolvent werden oder gar in Konkurs gehen, sollen geordnet und ohne Schaden für die Kunden und die Volkswirtschaft aus dem Markt austreten.

Die FINMA überwacht jene Bereiche, die für das Funktionieren des Finanzsystems zentral sind, bewusst intensiver als andere. Auch in den Finanzmarktgesetzen sind verschiedene Aufsichtsintensitäten und -aufgaben festgelegt.

Auf was die FINMA achtet

Konkret hat die FINMA sicherzustellen, dass sich die Beaufsichtigten an die Finanzmarktgesetze, Verordnungen und Rundschreiben halten. Die laufende Überwachungstätigkeit der FINMA zielt primär darauf ab, dass die Beaufsichtigten

  • genügend Eigenmittel halten,

  • ausreichend liquide sind,

  • ein gutes Risikomanagement haben,

  • ihre interne Organisation angemessen ausgestalten und

  • angepasste Kontrollsysteme unterhalten.

Laufend überwacht wird auch, ob die Geldwäschereivorschriften und andere Verhaltensregeln eingehalten werden. 

Was die FINMA tut und was sie nicht tut

Das gehört zu den Aufgaben der FINMA

  • Die FINMA stellt sicher, dass sich die Beaufsichtigten an die Finanzmarktgesetze, Verordnungen und Rundschreiben halten.

  • Die FINMA sorgt dafür, dass die Beaufsichtigten dauernd die Bewilligungsvoraussetzungen erfüllen.

  • Die FINMA führt Vor-Ort-Kontrollen durch.

  • Die FINMA überwacht neben quantitativen Aspekten wie der Kapitalausstattung oder der Solvenz auch qualitative Faktoren wie die Corporate Governance und das Risikomanagement von prudenziell Beaufsichtigten.

  • Die FINMA überwacht Niederlassungen ausländischer Finanzinstitute.

  • Die FINMA überwacht die Einhaltung der Sorgfaltspflichten zur Bekämpfung der Geldwäscherei.

  • Die FINMA ist Aufsichtsbehörde im Bereich der Offenlegung von Beteiligungen bei allen börsenkotierten Unternehmen.

  • Die FINMA beaufsichtigt das Gebiet der öffentlichen Kaufangebote.

  • Die FINMA steht in regelmässigem Kontakt mit ausländischen Aufsichtsbehörden.

  • Die FINMA leistet national und international Amtshilfe.

Das gehört nicht zu den Aufgaben der FINMA

  • Die FINMA überwacht Vertriebsträger von Fonds nicht prudenziell, laufend und damit umfassend.

  • Die FINMA überwacht ihr direkt unterstellte Finanzintermediäre nur im Geldwäschereibereich, jedoch nicht prudenziell, das heisst nicht umfassend.

  • Die FINMA überwacht keine bankexternen Vermögensverwalter, ausser sie verwalten kollektive Kapitalanlagen.

  • Die FINMA überwacht keine Anlageberater.

  • Die FINMA überwacht keine Pensionskassen.

  • Die FINMA überwacht Versicherungsvermittler nicht laufend.

  • Die FINMA überwacht keine Krankenversicherungen im obligatorischen Bereich.