Risiken erkennen und vermindern, Stabilität gewährleisten, Beihilfen vermeiden

Ziel der Stabilisierungs- und Abwicklungsplanung (Recovery und Resolution Planung, RRP) ist es, die von systemrelevanten Finanzinstituten ausgehenden Risiken für die Stabilität des Finanzsystems darzustellen und plausible Wege aufzuzeigen, wie im Krisenfall negative Auswirkungen bewältigt werden. Dabei ist die Fortführung der systemrelevanten Funktionen zu gewährleisten. Staatliche Beihilfen sind zu vermeiden. Der Stabilisierungsplan der Bank zeigt die Massnahmen zur Sanierung auf. Der Abwicklungsplan der FINMA beschreibt, wie die Restrukturierung und der geordnete Marktaustritt eines systemrelevanten Finanzinstituts durchzuführen ist.

Die Stabilisierungs- und Abwicklungsplanung erfasst ein Finanzinstitut in seiner Gesamtheit. Bei international tätigen Finanzinstituten sind die lokalen Rechtsordnungen zu berücksichtigen. Die Planung trägt so insbesondere dazu bei, die durch die grenzüberschreitende Tätigkeit entstehenden Hindernisse für eine erfolgreiche Sanierung zu erkennen und abzubauen. So werden die Voraussetzungen geschaffen, um international tätige Finanzinstituten zu restrukturieren oder geordnet abwickeln zu können, ohne dass Werte vernichtet werden oder systemrelevante Funktionen ausfallen.

Da sich Krisen sehr rasch entwickeln können, spielt der zeitliche Aspekt in der Stabilisierungs- und Abwicklungsplanung eine wesentliche Rolle. Systemrelevante Banken müssen die notwendigen Vorbereitungen treffen, damit die in der Planung vorgesehenen Massnahmen umgehend umgesetzt werden können.