2019-06

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Partei A (Mitglied der Geschäftsleitung)
Bereich Bewilligte
Thema Verletzung von geldwäschereirechtlichen Pflichten, Berufsverbot/Tätigkeitsverbot
Zusammenfassung

Über Konten bei der Bank X wurden über Jahre hinweg Gelder in beträchtlichen Summen transferiert, welche mit deutlichen Korruptions- bzw. Geldwäschereirisiken behaftet waren. Trotz klarer Warnzeichen und Fehlen der geldwäschereirechtlich notwendigen Abklärungen, bewilligte A mehrfach die Eröffnung von neuen Konten für Kunden aus dem verfahrensgegenständlichen Kundenkreis und verantwortete diesbezügliche Risikoeinschätzungen, welche Verdachtsmomente und Risiken, von denen A Kenntnis hatte, nicht abbildeten. Die FINMA kam zum Schluss, dass A die schweren Verletzungen von Regeln zur Bekämpfung der Geldwäscherei (insbesondere Art. 6 und Art. 9 GwG) sowie des Organisations- und Gewährserfordernisses (Art. 3 Abs. 2 Bst. a und c BankG) durch die Bank in entscheidendem Masse verantwortet und damit Aufsichtsrecht schwer verletzt hat.

Massnahmen

Berufsverbot für die Dauer von vier Jahren (Art. 33 FINMAG).

Rechtskraft

nicht rechtskräftig; Beschwerdeverfahren B-4750/2019

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Entscheiddatum 17.07.2019
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