Direkt unterstellte Finanzintermediäre

Wenn berufsmässig tätige Finanzintermediäre keiner anerkannten Selbstregulierungsorganisation angeschlossen sind, bedürfen sie einer Bewilligung der FINMA. Diese direkt unterstellten Finanzintermediäre (DUFI) werden von der FINMA auf die Einhaltung der Sorgfaltspflichten zur Vermeidung von Geldwäscherei kontrolliert.
Als Finanzintermediäre nach Art. 2 Abs. 3 GwG gelten Personen, die berufsmässig fremde Vermögenswerte annehmen oder aufbewahren oder helfen, diese anzulegen oder zu übertragen. Zusätzlich bezeichnet das GwG exemplarisch diverse Tätigkeiten und Dienstleistungen wie das Kreditgeschäft, Dienstleistungen im Zahlungsverkehr, Geldwechsel oder die Vermögensverwaltung als bewilligungspflichtige finanzintermediäre Tätigkeiten. Die Verordnung über die Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung (Geldwäschereiverordnung, GwV) sowie das FINMA-Rundschreiben 2011/1 «Finanzintermediation nach GwG» bestimmen die Einzelheiten.

Sind Finanzintermediäre nach GwG nicht einer Selbstregulierungsorganisation (SRO)
 angeschlossen, bedürfen sie zur Ausübung ihrer Tätigkeit einer Bewilligung der FINMA. Die direkt unterstellten Finanzintermediäre (DUFI) müssen Änderungen, welche die Bewilligungsvoraussetzungen betreffen, ebenfalls der FINMA zur Bewilligung vorlegen. Die FINMA prüft und verfügt zudem die Aufhebung der Unterstellung eines Finanzintermediärs unter das GwG.
2011/01 FINMA-Rundschreiben "Tätigkeit als Finanzintermediär nach GwG" (26.10.2016)

Ausführungen zur Geldwäschereiverordnung (GwV)

Zuletzt geändert: 26.10.2016 Grösse: 0,22  MB
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