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Quantitatives Risikomanagement
Das "Quantitative Risikomanagement" ist im Rahmen des Swiss Solvency Tests SST für die Überwachung der versicherungstechnischen, der Markt- und der Kreditrisiken verantwortlich. Der SST ist ein neu geschaffenes Instrument zur Prüfung der Solvenz der unterstellen Versicherungsunternehmen. Es handelt sich um ein prinzipien- und risikobasiertes Instrument, das auf einem Gesamtbilanzansatz sowie auf marktnahen Bewertungen beruht. Der SST ist abgestimmt auf die Grundsätze von Solvency II – dem analogen Projekt seitens der EU. Seit 2006 ist die Durchführung der Berechnung des SST obligatorisch für die grossen Erstversicherungsunternehmen. Ab 2008 besteht das Obligatorium für sämtliche unterstellten Versicherungsunternehmen und Gruppen. Davon ausgeschlossen sind lediglich die meisten Rückversicherungscaptives. Die Prüfungen haben begonnen. Die SST-Spezialisten der Aufsichtsbehörde gehen davon aus, dass jährlich rund 140 SST-Berichte zu prüfen sind. Da der SST die Verwendung von internen Modellen befürwortet bzw. vorschreibt, falls das Standardmodell für eine bestimmte Gesellschaft nicht geeignet ist, müssen die SST-Spezialisten zahlreiche interne Modelle prüfen. Dabei handelt es sich um einen komplexen Prozess, der bereits 2006 im Rahmen von Vorabklärungen mit etlichen Gesellschaften in die Wege geleitet wurde.