Die FINMA engagiert sich im OECD-Ausschuss für Versicherung und Vorsorge (Insurance and Private Pensions Committee,
IPPC) nebst Vertreter/-innen der Eidgenössischen Finanzverwaltung, des Bundesamts für Sozialversicherung, des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, des Schweizerischen Versicherungsverbands sowie der führenden schweizerischen Versicherungs- und Rückversicherungsgesellschaften. Diese Delegation ist sowohl im IPPC-Büro, wie auch in der gemeinsamen IPPC/CMF (comité des marchés financiers) Task Force für effektives und effizientes Regulieren sowie in der Private Sector Advisory Group vertreten.
Ziel der OECD ist es, einen Beitrag zur Ausarbeitung von wirksamen, transparenten und marktorientierten Versicherungs- und Vorsorgesystemen zu leisten und die Herausforderungen der demografischen Alterung sowie der damit verbundenen Risiken zu bewältigen.
Der Versicherungs- und Vorsorgeausschuss spielt für die Sensibilisierung und das Verständnis für wesentliche Fragen und Problemstellungen politischer Entscheidungsträger in diesem Bereich eine Schlüsselrolle; dazu dienen die Durchführung von Marktanalysen und Analysen politischer Systeme ebenso wie die Publikation einschlägiger statistischer Daten oder guter Praktiken.
Ein wichtiges Instrument zur Erreichung dieser Ziele sind die
OECD-Codes of Liberalisation of Capital Movements and of Current Invisible Operations. Hierbei handelt es sich um Grundsätze zur Unterstützung der Liberalisierung im Kapital- und Dienstleistungsverkehr, an die auch die Schweiz als OECD-Mitglied gebunden ist und die im Vergleich zu anderen internationalen Übereinkünften rechtlich bindend sind. Der Codex verpflichtet die OECD-Mitgliedsstaaten und die EU zu einer so genannten "Standstill Obligation". Das heisst, es ist verboten, neue Restriktionen im Bereich des grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs (wieder-)einzuführen.